nachbarliche Löschhilfe in Münster-Breitefeld am 05.06.2006

Am 05.06.2006 um 16:44 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Dieburg zu einem Großbrand in Münster-Breitefeld alarmiert. Aus noch ungeklärter Ursache ist ein Altreifenlager einer Entsorgungsfirma in Brand geraten.
Die Aufgaben der Dieburger Kräfte waren neben der Übernahme eines Einsatzabschnittes, die Brandbekämpfung, der Aufbau einer Löschwasserversorgung über eine lange Wegstrecke und die Bereitstellung von Atemschutzgeräten.
Bei dem Aufbau der Wasserversorgung kam der SW 2000 zum Einsatz. Dies war notwendig, da über das örtliche Rohrleitungsnetzt keine ausreichende Wasserversorgung gegeben war.
Zur Brandbekämpfung wurden Trupps unter schwerem Atemschutz mit B-, C- und Schwerschaum-Rohren sowie die TLF 24/50 des Landkreises Darmstadt-Dieburg und mehrere Hubrettungsfahrzeuge eingesetzt. Diese wurden noch unterstützt durch Feuerwehren aus dem Landkreis Offenbach und die Werkfeuerwehr Merck aus Darmstadt.



Die Rauchsäule war weit über ...



... die Grenzen des Landkreises sichtbar.



Nicht nur Altreifen, sondern auch Wechselbrücken und ...



... Anhänger wurden vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen.



Die Wärmeentwicklung war derart groß, dass ein Aufenthalt ...



... in der Nähe des Feuers nur kurzzeitig möglich war.



Aufgrund des großen Bedarfs an Atemschutzgeräteträgern wurden noch die Feuerwehren Altheim, Babenhausen, Eppertshausen und Ober-Ramstadt alarmiert.
Für die medizinische Versorgung der Einsatzkräfte waren mehrere Rettungswagen, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Betreuungszug der SEG vor Ort.

Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle wurden die Einsatzkräfte durch eine Vielzahl herbeiströmender Schaulustiger behindert. Die Rauchsäule war weit sichtbar und zog dadurch die Schaulustigen an, welche sich auch nicht durch den beißenden Rauch abhalten ließen und förmlich "bis ans Feuer" gingen.



Vor dem Einsatz von Schaummittel musste die Brandtemperatur ...



... durch einen massiven Einsatz von Wasser reduziert werden, ...



... um das Verbrennen des Schaummittels zu verhindern.



Geschätzte 40.000 Altreifen lagerten auf dem Gelände.



Die schwarze Rauchwolke stand mehrere Stunden ...



... über der Einsatzstelle.



Wegen der starken Rauchentwicklung trugen ...



... die Einsatzkräfte schweren Atemschutz und am ...



Abrollbehälter Atemschutz / Strahlenschutz wurden ...



... die geleerten Atemluftflaschen gegen Gefüllte getauscht.



Mit einem Radlader vom THW und einem Weiteren einer Firma ...



... wurden die Altreifen auseinander gezogen.



Zahlreiche Schaulustige behinderten die Löscharbeiten und ...



... verließen die Einsatzstelle erst nach mehrmaliger Aufforderung.



Aber auch die Rettungskräfte hatten mit dem
starken Rauch zu kämpfen
.

Die Nachlöscharbeiten dauerten noch die ganze Nacht an. Im Anschluß daran mussten noch alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht werden.

Insgesamt waren ca. 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Schnelleinsatzgruppen der Johanniter und vom Roten Kreuz, Polizei und THW eingesetzt.
Die Feuerwehr Dieburg war mit 45 Einsatzkräften vor Ort. Ebenfalls vor Ort waren der Kreisbrandinspektor Ralf Stühling und sein Stellvertreter Dieter Pabst.


Fenster schließen