Jahresabschlussübung 2005

Am Samstag, den 08.10.2005 war es wieder einmal so weit. Die Kameraden der Feuerwehr Dieburg trafen sich zu ihrer alljährlichen Jahresabschlussübung.
Doch in diesem Jahr sollte die Übung etwas anders ablaufen als in den vergangenen Jahren. Denn neben der Dieburger Wehr nahmen noch die Nachbarfeuerwehren aus Münster und Altheim sowie eine Einsatzgruppe aus der Partnergemeinde Vielau (Sachsen) teil.

Im September 2004 nahm eine Löschgruppe der Feuerwehr Dieburg an den Schauübungen zum 100 jährigen Jubiläum Vielau teil. Damals wurde bereits der Plan gefasst, dass die Kameraden aus Vielau in diesem Jahr an unserer Jahresabschlussübung teilnehmen.

Somit konnte die Gruppe um den stellv. Stadtbrandinspektor Holger Kern bei ihren geheimen Vorbereitungen mit viel Personal am Übungstag rechnen und das Ausmaß dementsprechend groß kalkulieren.
Bereits im Vorfeld wurde viel gerätselt was wohl in diesem Jahr als Übungsobjekt in Betracht kommen würde. Aber so viel wie auch spekuliert wurde, viel konnte im Vorfeld nicht ans Tageslicht gebracht werden.

Und so traf man sich samstags kurz vor 14:00 Uhr im Feuerwehrhaus. Nach dem Stadtbrandinspektor Martin Knapp alle Übungsteilnehmer und die eingeladenen Zuschauer begrüßt hatte wurde die Lage bekannt gegeben und die Einsatzkräfte auf die Fahrzeuge aufgeteilt.





Einweisung der Übungsbeobachter und Statisten.



Überall lagen große und kleine pyrotechnische Elemente.



Die Ausgangslage: Im Bereich zwischen dem Freizeitzentrum Spießfeld und dem Naturfreundehaus Moret ist ein Kleinflugzeug in den Wald gestürzt. Eine Wandergruppe, die sich zu diesem Zeitpunkt im Bereich der Absturzstelle aufhielt, wurde durch herumfliegende Teile getroffen.

Als erstes Fahrzeug traf das LF 16/12 an der Unglücksstelle ein und fand folgende Lage vor:
Die Absturzstelle befand sich auf halber Wegstrecke zwischen Spießfeld und Moret. Das Flugzeug (eine Attrappe, welche für die Übung angefertigt wurde) lag ca. 20 Meter vom Weg entfernt in einer Schonung und brannte.
Um das Szenario so realistisch wie möglich zu machen, wurden im Bereich der Absturzstelle durch Feuerwerker Knallkörper gezündet.
Auf der gegenüberliegenden Seite lagen mehre Personen mit verschiedenen Verletzungen. Weitere Personen irrten im Bereich der Unglücksstelle umher. Außerdem kam es immer wieder zu Explosionen im Bereich um das Flugzeuges.

Die Einsatzleitung gab sofort Großalarm und ließ die verbliebenen Kräfte, die am Feuerwehrhaus auf Abruf bereitstanden, anfahren. Danach wurde sofort mit der Versorgung der Verletzten begonnen und nach den umherirrenden Wanderern gesucht.
Die nachrückenden Dieburger Kräfte wurden zum Ablöschen des brennenden Flugzeuges eingesetzt. Dabei hatten sie nicht nur mit dem unwegsamen Gelände zu kämpfen, sondern auch mit den Explosionen in dem Bereich um das Flugzeug.
Die Fahrzeugbesatzungen des LF 16 TS und SW 2000 stellten die Wasserversorgung vom Spießfeld zur Einsatzstelle her. Weiterhin wurde die Feuerwehr Münster zur Brandbekämpfung oberhalb der Absturzstelle eingesetzt.
Die Vielauer Kameraden unterstützten die Dieburger Einheit bei der Versorgung der Verletzten. Mit dem GW-L von Münster wurden die Verletzten zum Sammelplatz auf den großen Parkplatz am Freizeitzentrum gebracht, wo sie anschließend weiter betreut wurden.



Die Flugzeugatrappe.



Der Einsatzleiter bei der Erkundung.



Viel Rauch war im Spiel.



Betreuung und Versorgung der Verletzten.



Auch die Beobachter wurden kräftig eingenebelt.



Das "brennende Wrack".



Vorbereitung der Brandbekämpfung im unwegsamen Gelände.



Das Feuer war echt, aber gewollt.



Die Brandbekämpfung.



Vorbereitung zum Abtransport der Verletzten.



Ein ehemaliges Dieburger Löschfahrzeug.



Je länger der Weg, desto schwerer werden die Verletzten .



Die Wasserversorgung über lange Wegstrecke
.



Die Verletztensammelstelle.

Nachdem alle Verletzten gerettet und das Flugzeug abgelöscht war, wurde der Befehl Übungsende gegeben.
Im Anschluss sammelten sich alle Beteiligten zur Nachbesprechung im Bereich der fingierten Absturzstelle. Alle waren sich einig, dass durch die pyrotechnischen Effekte und das brennende Flugzeug ein sehr realistisches Szenario geboten wurde.

Nach dem dann alle Fahrzeuge und die Gerätschaften gesäubert und wieder an seinem Platz verstaut waren, ging es zum gemütlichen Teil über. Der Wirtschaftsausschuß hatte bereits im Vorfeld für reichlich Essen und Getränke gesorgt.

Abschließend sei noch angemerkt, dass die Flugzeugatrappe so realistisch war, das während der Vorbereitungsphase ein Kleinflugzeug und während der Einsatzübung ein Polizeihubschrauber minutenlang über der vermeintlichen Absturzstelle kreisten.


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